Immobilien Zieglmeier OHG

    Marktupdate

    Marktentwicklung Ingolstadt

    Quartalsdaten bis Q3 2025

    Q1 '22Q2Q3Q4Q1 '23Q2Q3Q4Q1 '24Q2Q3Q4Q1 '25Q2Q33.845 €4.295 €4.745 €5.195 €5.918 €
    Wohnung
    Haus
    Quelle: Angebotspreise €/m² auf Immobilienportalen

    Immobilienmarkt Ingolstadt 2025

    Kompakter Marktbericht

    Der Immobilienmarkt in Ingolstadt zeigt eine gemischte Entwicklung. Wohnungs- und Hauspreise bewegen sich aktuell weitgehend seitwärts mit leichten Korrekturen. Die Nachfrage nach Mietwohnungen bleibt hoch, vor allem nach größeren Wohnungen mit steigenden Mietpreisen.

    Wohnimmobilien

    Kaufpreise

    Preise auf hohem Niveau, Nachfrage nach effizienten und neuwertigen Objekten bleibt stark.

    • Eigentumswohnungen: Ø ca. 4.000 €/m²

    Innenstadt- und Altstadtlagen über 6.000 €/m² sind üblich. Sanierungsbedürftige Objekte haben es schwerer; die Preisbewegung verläuft seitwärts mit moderaten Anpassungen.

    Mietmarkt

    Wohnraum bleibt knapp

    Extrem geringes Angebot, Besichtigungen mit vielen Interessenten sind die Regel.

    • Ø Angebotsmiete Wohnungen: ca. 12,4 €/m² kalt
    • Neubauten/gute Lagen: oft 15 €/m² und mehr
    • Leerstand Wohnungen: faktisch nahe 0 %

    Familien weichen auf Randlagen aus; Miet-Häuser sind selten und erzielen über 13 €/m², wenn modern und gut gelegen.

    Grundstücke

    Sinkende Bodenpreise

    Sinkende erzielbare Verkaufspreise bei gleichzeitig hohen Baukosten dämpfen die Nachfrage sowohl bei Bauträgern als auch bei privaten Bauherren. Die aktuellen Marktpreise liegen dabei deutlich unter den Bodenrichtwerten.

    • Einfache Lagen: 500 - 700 €/m²
    • Mittlere Lagen: 700 - 1.000 €/m²
    • Toplagen: bis 1.000 - 1.300 €/m² und mehr

    Marktbericht

    Ingolstadt 2025 unter Druck

    Dunkle Wolken über dem Audi-Forum: Der Autobauer kündigte 2025 an, bis 2029 bis zu 7.500 Stellen zu streichen. Die Ankündigung – trotz Beschäftigungsgarantie bis 2033 – sorgt für Verunsicherung, Zurückhaltung bei größeren Anschaffungen und ein verhalteneres Wirtschaftsklima als in den Boomjahren.

    Parallel belasten höhere Bauzinsen als noch vor einigen Jahren und die schwächere Nachfrage den Markt. Die Kaufseite wirkt zurückhaltend, der Mietmarkt läuft heiß und bei Gewerbeimmobilien treten Leerstände zutage – besonders bei älteren Büroimmobilien.

    Kaufmarkt

    Preise bewegen sich seitwärts: Höhere Zinsen, sinkende Kaufkraft und Unsicherheit bremsen Entscheidungen. Stabilität ergibt sich eher aus knappem Angebot als aus starker Nachfrage – viele Verkäufer halten Preise, Käufer verhandeln hart.

    • Top-Lagen ca. 6.000 €/m² im Neubau

    Regionale Unterschiede bleiben: Kernstadt bleibt teuer, Randlagen wie Manching werden als Ausweichstandorte stärker nachgefragt.

    Mietmarkt

    Viele Haushalte bleiben mangels Finanzierungsoptionen im Mietmarkt. Hohe Nachfrage trifft auf extrem knappes Angebot – ein ausgeprägter Vermietermarkt.

    • Ø Angebotsmiete Q3/2025: ca. 12,44 €/m² kalt (+4,45 % p.a.)
    • Neu-Inserate teils 14,5 €/m²; Neubau-Miethäuser rund 13,30 €/m²
    • Leerstand faktisch Null; Besichtigungen mit 20+ Interessenten keine Seltenheit

    Zu wenig Neubau verstärkt den Druck – besonders Haushalte mit geringerem Einkommen und Studierende leiden unter der angespannten Lage.

    Gewerbe

    Die wirtschaftliche Schwäche zeigt sich im Leerstand: Innenstadt- und Randlagen verzeichnen ungenutzte Laden-, Büro- und Hallenflächen. Homeoffice dämpft den Büromarkt; Durchschnittesmieten liegen zwischen 10-11,50€ €/m²

    Gerade in der Innenstadt werden Büroflächen oft zu Wohnraum umgenutzt. Insgesamt agieren Unternehmen vorsichtig, verschieben Investitionen oder bauen Flächen ab.

    Fazit

    Zurückhaltende Käufer, heiße Mieten

    Ingolstadt steckt 2025 in einer Phase der Unsicherheit: steigende Mieten, stagnierende oder leicht fallende Kaufpreise und wachsende Gewerbeleerstände spiegeln den Strukturwandel rund um Audi wider. Der Markt bleibt angespannt, weil das Angebot knapp ist – trotz zurückhaltender Nachfrage.

    • Kaufmarkt: seitwärts, Käufer zögern, Verkäufer geben nur zögerlich nach
    • Mietmarkt: deutliche Anstiege wegen Finanzierungshemmnissen und fehlendem Neubau
    • Gewerbe: Überhänge bei Handel/Büro/Altbestand

    Der Standort bleibt grundsätzlich attraktiv, doch Investitionen und Käufe erfordern 2026 mehr Vorsicht, realistische Preisfindung und eine genaue Prüfung von Lage und Objektqualität.